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Coronavirus & Reiseanbieter 

Aktueller Stand und Handlungsempfehlungen für Geschäftsreisende

Jannyn SaßReiseplanung

Stand: 29. Juni 2020

(29.06.2020): Die Reisewarnungen für sogenannte Drittländer wurde bis zum 31. August verlängert. Die Reisewarnung für europäisches Reisen wurde aufgehoben. Wie die Einreisebestimmungen im einzelnen aussehen, finden Sie in unserem Update. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen, um Ihnen einen aktuellen Überblick zur Reisesituation zu geben. Erfahren Sie,

  • NEU (03.06.2020): Welche Bestimmungen ab sofort für Events gelten,
  • wie Lufthansa, Eurowings, British Airways oder EasyJet reagieren,
  • wer bei Umbuchungen zahlt,
  • wie die Deutsche Bahn ihr Angebot wieder hochfährt
  • wie die Deutsche Bahn und Hotelanbieter mit Stornierungen umgehen und
  • NEU (29.06.2020): in welche Länder Einreisen möglich ist

Reiseanbieter & Stornierungsbestimmungen

Aktuell lässt sich schwer einschätzen, wie sich die Corona-Krise weiter entwickeln wird. Aufgrund der aktuell unklaren Lage ist es zwar möglich, Flüge zu buchen, aber mit Risiken verbunden. Viele Airlines haben ihre Stornierungs- und Umbuchungsgebühren angepasst und ermöglichen Umbuchung und Stornierung zu verschiedenen Konditionen. Wie sieht es bei den wichtigsten Airlines aus? Welche Airlines starten neu?

Lufthansa Group

Umbuchungen bei der Lufthansa

Eurowings

British Airways

Ryanair

Easyjet

Deutsche Bahn

Hotels

Stornierungen von Events

Deutschlandweit wurden im Zeitraum März bis Mai 2020 viele Veranstaltungen aufgrund von COVID-19 abgesagt. Darunter sind:

  • die ITB in Berlin, 
  • Command Control, die Cyber Security Ausstellung und Konferenz in München, 
  • Garten München, Süddeutschlands größte Indoor-Gartenmesse,
  • die ihm, Internationale Handwerksmesse,
  • die Leipziger Buchmesse,
  • High End, Internationale HiFi-Messe,
  • GeoTherm Expo & Congress

Weitere Veranstaltungen wurden bis auf weiteres verschoben, z. B.:

  • Light & Building, Weltleitmesse für Licht- und Gebäudetechnik und
  • Hannover Messe, Weltleitmesse der Industrie.

Das Verbot von Großveranstaltungen gilt noch bis 31.8.2020. Was genau eine Großveranstaltung ist, werde noch bekannt gegeben.

Der Beschluss “Coronavirus-Infektionen” vom 17.06.2020 besagt Folgendes zum Thema Großveranstaltungen: 

  • Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Oktober 2020 nicht stattfinden. 
  • Versammlungen genießen grundrechtlich besonders verbürgten Schutz; angesichts der bei Menschenansammlungen vorhandenen Infektionsgefahren ist aber auch großes Augenmerk auf das Vorliegen von Schutz-und Hygienekonzepte und deren Einhaltung zu legen.

Mehr Infos finden Sie hier.

Berliner Regelungen:

Allerdings sind je nach Bundesland wieder Veranstaltungen möglich. Für Berlin beispielsweise gilt:

Berlin

Seit 2. Juni dürfen in Berlin öffentliche und private Veranstaltungen wieder stattfinden. Die zugelassene Personenzahl wird schrittweise erhöht:

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen zunächst mit maximal 300 Personen stattfinden. Ab 01. August erhöht sich die maximal erlaubte Personenzahl auf 500. Ab 01. September sind Veranstaltungen mit maximal 750 Personen erlaubt. Indoor-Veranstaltungen mit nicht mehr als 1.000 Personen sind ab 01. Oktober wieder möglich.
  • Open Air-Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen sind zulässig. Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis 5.000 Personen sind ab 01. September erlaubt.

Veränderte Einreisebestimmungen beachten

10. Juni: Die Reisewarnungen für sogenannte Drittländer wurde bis zum 31. August verlängert werden. In der vergangenen Woche beschloss das Bundeskabinett, die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes am 15. Juni für 31 europäische Länder aufzuheben. Dazu zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Für 29 Länder erfolgt die Aufhebung am 15. Juni, für Spanien und Norwegen erst später, weil in diesen beiden Ländern noch Einreisesperren gelten. Für die anderen mehr als 160 Länder soll die Reisewarnung nun zunächst pauschal bis zum 31. August verlängert werden.

Individuelle Reisehinweise für europäische Länder

Die Bundesregierung hat am 3. Juni 2020 entschieden, dass die Reisewarnung für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich ab dem 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden soll.

Geschäftsreisen/Reisen sind in die folgenden Länder möglich:

  • Belarus:
    • Einreise möglich + keine Selbstisolation mehr bei negativem PCR-Test
    • Test: bei Einreise nicht älter als 2 Tage + in englischer Sprache
    • Teilweise fallen Flugverbindungen aus 
  • Belgien (21.4.2020):
    • 15. Juni: Belgien öffnet die Grenzen innerhalb der EU, Schengen und dem Vereinigten Königreich wieder.
  • China
    • Beantragung von Visa bei Vorliegen einer ministeriellen Einladung möglich
    • Bewilligung der ministeriellen Einladung obliegt zuständiger Behörde, Ausstellung des Visums dem jeweiligen Konsulat. Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit waren aber positiv.
    • Bei Einreise gelten weiterhin Quarantänebestimmungen
  • Frankreich:
    • 15. Juni: Die Grenzen zu den EU-Mitgliedern, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, St. Martin, der Schweiz und dem Vatikan werden wieder geöffnet. Flüge aus der EU & innerhalb Frankreichs: Jeder Fluggast muss eine Erklärung haben, die bestätigt, dass er keine Symptome einer COVID-19-Infektion aufweist.
  • Griechenland:
    • Ab 15. Juni: Athen und Thessaloniki für Urlauber geöffnet. Passagiere aus Österreich, Bulgarien, Deutschland, Dänemark, der Schweiz, Estland, Kroatien, Zypern, Lettland, Litauen, Malta, Norwegen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, Finnland, Island, Irland, Liechtenstein, Luxemburg und Polen werden stichprobenartig getestet. Bitte laden Sie das C-19-Passagierinformationsformular herunter, füllen Sie es aus und geben Sie es dem Kabinenpersonal. Passagiere aus Albanien, Belgien, Frankreich, Italien, Nord-Mazedonien, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Schweden werden auf Coronaviren getestet. Bitte laden Sie das C-19-Passagierinformationsformular herunter, füllen Sie es aus und legen Sie es bei der Ankunft den Behörden vor.
    • Alle Passagiere, die in Thessaloniki ankommen, werden unabhängig von ihrer Herkunft einem C-19-Test unterzogen. Zusätzlich zu den oben genannten Formularen müssen die Passagiere hier das Formular herunterladen, ausdrucken und ausfüllen, das sie bei der Ankunft den Behörden vorlegen müssen.
    • Es ist obligatorisch, dass sich alle getesteten Passagiere 24 Stunden lang an der von ihnen angegebenen Adresse selbst isolieren, bis die Testergebnisse vorliegen. 
    • Bis zum 30. Juni: verlängertes Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger. 
    • Bis zum 30. Juni: verlängerte vorübergehende Aussetzung der Flüge von/nach der Türkei und dem Vereinigten Königreich. 
    • Ab dem 1. Juli: verlängertes Einreiseverbot: Griechische Inseln geöffnet. Für Israel zu öffnen.
  • Indien
    • Berufsbedingte Einreisen eingeschränkt wieder möglich
    • Bestehende Geschäfts- und Arbeitsvisa müssen vor Einreise im Konsulat erneut validiert werden
    • Kommerzielle Flugverbindungen bleiben aber bis mind. 1. Juli 2020 ausgesetzt
  • Irland:
    • 14-tägige Selbstisolierung bei Ankunft erforderlich.
    • Alle Passagiere müssen ein Ortungsformular ausdrucken und ausfüllen, das den Regierungsbeamten bei der Ankunft am Zielort ausgehändigt werden muss. Link: https://www2.hse.ie/file-library/coronavirus/covid-19-public-health-passenger-locator-form.pdf
  • Island (22.04.2020):
    • Passagieren ist die Einreise nach Island nicht gestattet. Dies gilt nicht für Staatsangehörige der EWR-Mitgliedstaaten (darunter Deutschland) und der Schweiz.
  • Italien (19.05.2020):
    • Italien öffnet seine Grenzen zum 3. Juni wieder. Dann könnten Personen aus der Europäischen Union und dem Schengen-Raum wieder einreisen. Auch die zweiwöchige Quarantänepflicht gilt dann nicht mehr.
  • Kroatien (19.05.2020):
    • Kroatiens Regierung will zu einem noch nicht genannten Termin als Erstes die Campingplätze öffnen, danach Privatzimmer und Ferienhäuser, gefolgt von der Vermietung von Segelbooten und Jachten. Einen genauen Zeitpunkt hierfür gibt es aber noch nicht. Nach Auskunft des nationalen Krisenstabs Kroatiens dürfen Ausländer jedoch seit dem 11. Mai wieder einreisen, wenn sie einen geeigneten Nachweis über Immobilien- oder Bootseigentum in Kroatien erbringen.
  • Lettland (19.05.2020):
    • Die lettische Regierung hat den am 17. März verhängten nationalen Notstand bis nunmehr 9. Juni 2020 verlängert. Die bisher geltenden Einschränkungen im internationalen Personenverkehr, das beinhaltet den Luft-, Schienen-, See- und Straßenverkehr, werden vorsichtig gelockert, und die Einreise nach Lettland wird erleichtert, aber noch nicht grundsätzlich gestattet. 
  • Luxemburg (19.05.2020):
    • Die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg sind in der Nacht zum 16. Mai beendet worden. Damit ist das Reisen zwischen den beiden Ländern wieder möglich. Passagierflüge am Airport Luxemburg finden voraussichtlich von Juni an wieder statt.
  • Malta:
    • 1. Juli: Wiedereröffnung für Fluggäste aus Italien (ohne Emilia Romagna, Lombardei und Piemont), Frankreich (ohne Ile de France), Spanien (ohne Madrid, Katalonien, Kastilien-La Mancha, Kastilien und Leon), Polen (ohne Flughafen Kattowitz), Kroatien, Griechenland, Slowakei, Zypern, Litauen, Lettland, Schweiz, Norwegen, Estland, Dänemark, Ungarn, Österreich, Luxemburg, Deutschland, Tschechische Republik und Irland.
    • 15. Juli: Wiedereröffnung für alle Länder.
  • Niederlande (19.05.2020)
    • Per 1. Juli sind Lockerungen für den Tourismus geplant. Dann dürfen Campingplätze und Ferienparks wieder die Tore öffnen. Auch deutsche Reisende können dort Unterkünfte mieten.
  • Österreich:
    • Die österreichische und die deutsche Regierung wollen die Grenzen zwischen den beiden Ländern zum 15. Juni wieder öffnen.
  • Polen:
    • Offen für die EU-Länder, die Schweiz, Norwegen und Island.
    • Bis zum 30. Juni: Verlängerung des Flugverbots für Großbritannien & Nordirland, Schweden und Portugal.
    • Alle Passagiere müssen vor der Einreise nach Polen ein Ortungsformular gemäß Link ausdrucken und ausfüllen.
  • Portugal:
    • 15. Juni: Wiedereröffnung für EU und Schengen (ohne Spanien ab 1. Juli).
    • Alle Passagiere, einschließlich der Ankünfte auf den Azoren in jeder Richtung, müssen bei der Ankunft die Passengers Locator Card und den Informationsflyer ausfüllen und vorlegen.
    • Azoreninseln: Passagiere, die auf den Inseln landen, müssen 72 Stunden vor ihrer Ankunft im Herkunftsland einen PCR-Test durchführen lassen oder bei der Ankunft einen Screening-Test durchführen, der von der Gesundheitsbehörde zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus müssen alle Passagiere ein Online-Formular ausfüllen. Link: https://covid19.azores.gov.pt/?page_id=5532
  • Rumänien:
    • Passagieren ist die Einreise nach Rumänien nicht gestattet. Dies gilt nicht für Staatsangehörige Österreichs, Belgiens, Bulgariens, Kroatiens, Zyperns, Tschechiens, Dänemarks, Estlands, Finnlands, Frankreichs, Deutschlands, Griechenlands, Ungarns, Islands, Irlands (Rep.), Italiens, Lettlands, Liechtensteins, Litauens, Luxemburgs, Maltas, der Niederlande, Norwegens, Polens, Portugals, Rumäniens, der Slowakei, Sloweniens, Spaniens, Schwedens und der Schweiz. 
  • Spanien:
    • Seit 21. Juni: Wiedereröffnung der Grenzen zu den EU-Mitgliedstaaten (ohne Portugal ab 1. Juli) (keine Quarantäne).
    • Ab 1. Juli: Reisende aus anderen Nicht-Schengen-Ländern werden zugelassen (keine Verpflichtung zur Selbstquarantäne).
    • Bei der Ankunft in Spanien werden die Passagiere ein Ortungsformular ausfüllen, und es werden Temperatur- und Sichtkontrollen durchgeführt. 
    • Für Passagiere, die auf den Balearen ankommen, muss dieser Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden.
  • Schweden: 
    • Eine Schließung der Grenzen gibt es nicht, allerdings sind Kontrollen und Beschränkungen vorgesehen. Auch sind wegen der geschlossenen Grenzen der skandinavischen Nachbarländer keine Einreisen von dort aus nach Schweden möglich, sondern nur auf direktem Weg etwa per Fähre ab Deutschland. Für die Schweden hat die Regierung eine Reisewarnung bis zum 15. Juli ausgesprochen.
  • Schweiz (19.05.2020):
    • Schweiz Deutschland und die Schweiz möchten ihre Grenzen zum 15. Juni wieder öffnen. Dann ist auch für Deutsche der Urlaub bei den Eidgenossen wieder möglich.
  • Slowenien (19.05.2020):
    • Das EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet. 
  • Südkorea
    • Einreise mit bereits erteilten C4-Visa ebenfalls wieder möglich, visumfreie Einreise weiterhin aufgehoben
    • Bei Einreise 14-tägige Quarantäne
    • Beantragung von Quarantänebefreiung im Vorfeld auch für Inhaber von bereits erteilten C4-Visa möglich
  • Tschechien (19.05.2020):
    • Die tschechische Regierung erwägt, die Grenzen des Landes im Juli wieder zu öffnen. 
  • Türkei (19.05.2020):
    • Einreiseverbot aufgehoben
    • Gesundheitsuntersuchung bei Einreise + bei positivem Test ggf. Quarantäne
    • Reisewarnung des Auswärtigen Amts bleibt bestehen
  • Ungarn (04.05.2020): 
    • Angehörige der Länder Österreich, Deutschland, Polen, Slowakei, Tschechien und Südkorea dürfen zu Geschäftszwecken einreisen.

Ihr gewünschtes Reiseland ist nicht dabei? Hier finden Sie ein Übersicht der Länder. Auch das Auswärtige Amt informiert. Auf den Internetseiten der IATA finden Sie eine interaktive Übersicht über alle Einreisebestimmungen der Länder. Klicken Sie dazu hier. 

Linkliste zum Coronavirus

Inhaltsverzeichnis

Reiseanbieter & Stornierungsbestimmungen

Lufthansa Group

Eurowings

British Airways

Ryanair

Easyjet

Deutsche Bahn

Stornierungen von Events

Veränderte Einreisebestimmungen beachten

Linkliste zum Coronavirus

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  • Fürsorgepflicht in deutschen Unternehmen?
  • Was können Unternehmen tun?

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