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Geschäftsreisen 2019: Neuerungen und Trends

Das müssen Sie über Geschäftsreisen in 2019 wissen

Juliane NeumannReiseplanung

Mit dem Jahreswechsel kommen oft auch eine Reihe weiterer Veränderungen. Sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen heißt es: Vorsätze und Ziele erreichen. Außerdem gibt es zu Jahresbeginn Gesetzesänderungen des Bundes.

Als Geschäftsreiseanbieter haben wir uns zum Jahreswechsel genauer angeschaut, was sich in diesem Bereich im Jahr 2019 ändern wird. Es erwarten Sie u. a. neue Verpflegungspauschalen und noch mehr Angebote der Sharing Economy. Hier finden Sie eine Liste der wichtigen und spannenden Neuerungen im Hinblick auf Geschäftsreisen.

Neue Verpflegungspauschalen

Jedes Jahr werden die Spesensätze vom Bundesministerium angepasst. Für 33 Länder gelten im nächsten Jahr geänderte Beträge. In einigen Staaten oder Städten wurde nur die Übernachtungspauschale verändert, und in manchen Ländern bezieht sich die Änderung nicht auf das gesamte Land, sondern nur auf bestimmte Großstädte bzw. Regionen.

In Europa gibt es neue Regelungen für Österreich, Polen, Spanien und Griechenland. Für Österreich gelten leicht erhöhte Sätze (von 36 € auf 40 € für volle Kalendertage, 24 € auf 27 € für An- und Abreisetage und 104 € auf 108 € für Übernachtungen). Polen hat städteabhängige Änderungen bekommen. Breslau, Danzig und Warschau sind leicht angestiegen und Krakau ist etwas günstiger geworden. Für den Rest des Landes ist die Übernachtungspauschale von 50 € auf 60 € gestiegen. Außerdem gelten höhere Beträge für die Kanarischen Inseln, Barcelona, Mallorca und das restliche Spanien. Leicht gefallen sind die Zahlen jedoch für Madrid.

Wie Sie Ihre Reisekosten richtig abrechnen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Höhere Kosten

2019 sollten Sie mit generell höheren Ausgaben für Geschäftsreisen rechnen. In den meisten Märkten steigen die Hotelpreise weltweit um 1-3 % und die Flugtarife um 1-2 %. Regional anders ausfallende Änderungen sind möglich. Die höheren Hotelpreise sind hauptsächlich auf eine stärkere Nachfrage zurückzuführen.

Es wird erwartet, dass die Flugpreise in Afrika unverändert bleiben und in Lateinamerika wegen des stärkeren Wettbewerbs um 2 % fallen. Weltweit wird mit höheren Ticketpreisen für regionale und interkontinentale Flüge in der Business- und Economy-Class gerechnet. Der größte Anstieg bei Business-Class-Preisen wird in der Südwestpazifik-Region erwartet. Grund dafür sind unveränderte Kapazitäten und eine wachsende Nachfrage.

Streckenarbeiten bei der Bahn

Die Deutsche Bahn beginnt im nächsten Jahr mit umfassenden Arbeiten an der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg. Am 11. Juni geht es los mit dem Teilabschnitt Hannover-Göttingen. In den folgenden Jahren bis 2023 ziehen dann die Abschnitte Göttingen-Kassel, Fulda-Würzburg und Kassel-Fulda nach. Außerdem sind Arbeiten für 2020 an der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart geplant.

Die Sanierungsarbeiten hat die Verlängerung der Reisezeiten zur Folge. In der ersten Bauphase brauchen die Verbindungen Hamburg-Frankfurt, Berlin-Frankfurt und Hamburg-München jeweils ca. 30-45 Minuten länger. Außerdem kommt es zu Kapazitätseinschränkungen zwischen Hamburg bzw. Berlin und Frankfurt.

Im Trend: Sharing Economy

In den letzten Jahren sind Sharing-Economy-Dienste immer beliebter geworden. Dazu zählen u. a. Anbieter wie Uber, Car2go, Flinkster, Airbnb und Wunderflats.

Im Geschäftsreisebereich wurden einige davon ziemlich gut aufgenommen, vor allem die Transportdienste. Laut einer Umfrage von FreshBooks lag 2014 das Verhältnis zwischen Taxi und Uber unter Kleinunternehmern bei 3:1. Im Jahr 2017 hat es sich dann zu 1:3 gedreht. Bei Unterkunftsangeboten wie Airbnb ist die Zahl bei Kleinunternehmern in den letzten Jahren ebenfalls gestiegen – 2014 war das Verhältnis Hotel:Airbnb bei 16:1. 2017 dann schon bei 6:1. Aber vor allem die Bonusprogramme und spezielle Firmenrichtlinien sind einer der Gründe, warum der Trend zum Unterkunfts-Sharing langsamer steigt als beim Transport. Firmen, die eine Reiserichtlinie festgelegt haben, haben oft auch Sicherheits- und versicherungsrechtliche Bedenken gegenüber der Sharing Economy.

Beliebt: Komplettservice

Ein weiterer Trend, den man im nächsten Jahr im Auge haben sollte, sind die Komplettservice-Angebote. Die Bedürfnisse bei Service gehen über das normale Buchen und Verwalten einer Reise hinaus. Komplettservice ist jetzt angesagt. Und hier heißt komplett auch wirklich komplett. Neben den eigentlichen Reisebuchungen helfen Services wie Visum-Support, Check-in-Unterstützung, Taxi-Buchungen dabei, dass der Reisende besser und stressfreier unterwegs ist.

Digitalisierung

Auch bei Geschäftsreisen ist es längst nicht mehr so, dass man gerne alle Aspekte einer Reise separat buchen möchte oder die Abrechnung per Hand machen und dann in einem der hundert Ordner abheften möchte. Einfach und bequem sind hier Stichworte. Je mehr man in einem Tool buchen und organisieren kann, desto besser. Und je mehr man bei der Abrechnung digitalisieren kann, desto effizienter kann der Zahlungsprozess vorangehen. Wenn man verschiedene Programme verwendet, geht hier der Trend dazu, dass die Programme untereinander intelligent miteinander kommunizieren. Zentralisiert und digital, also. Für die verschiedenen Bereiche gibt es zahlreiche Tools. Ein Tool, das die Buchung, Verwaltung und Abrechnung von Geschäftsreisen digital und an einem Ort bietet, ist Comtravo. So sparen Unternehmen und Mitarbeiter viel Zeit und Geld.

Bei all den Änderungen und Trends können wir gespannt sein, wie das nächste Jahr für Geschäftsreisen(de) wird. Sicher ist jedoch, dass es viele spannende Entwicklungen gibt, die es zu beobachten gilt.

Inhaltsverzeichnis

Neue Verpflegungspauschalen

Höhere Kosten

Streckenarbeiten bei der Bahn

Im Trend: Sharing Economy

Beliebt: Komplettservice

Digitalisierung

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